Mittwoch, 30. September 2009

nix mit pole pole!

Hallo erster Job und adieu Praktikantenstatus! Nachdem ich dachte alles steht still und nichts kommt in die Gänge (alles ist langsam: "pole pole"), ging alles plötzlich super fix und schwupps: morgen fange ich an zu arbeiten! Ich bin unglaublich gespannt und auch aufgeregt und dankbar und und und! Nächste Woche fliege ich nach Dar es Salaam um meinen Vertrag zu unterschreiben und um gebrieft zu werden. Mein Arbeitgeber ist eine deutsche Organisation, die die East African Community entwicklungspolitisch unterstützt (wen' s interessiert: www.eacgermany.org). Arbeitsort wird aber Arusha und nicht Dar es Salaam sein.
Eins steht fest: am Wochenende wird gefeiert!
Cheers Freunde!

Dienstag, 22. September 2009

Serengeti

WOW! Ich bin immer noch beeindruckt von meiner ersten (und hoffentlich nicht letzten) Safari. Ca. 7 Stunden dauert die Fahrt in die Serengeti. Auf dem Weg dorthin durchquert man den Ngorongoro Nationalpark. Allerdings fährt man nicht durch den Krater sondern am Rande des Kraters entlang. Die Aussicht auf den Krater ist gigantisch und mit dem Fernglas habe ich sogar einen Elefanten entdeckt. Den ersten frei herumlaufenden, den ich je gesehen habe und dann auch noch in seiner natürlichen Umgebung. Ein irres Gefühl!

Wir haben inmitten der Serengeti gecampt und das ist eine Erfahrung, die es in sich hat. Nachts haben wir die Tiere gehört: Löwenbrüllen, Hyänenlachen, Elefantentrompeten und andere Tierlaute, die ich allerdings nicht zuordnen kann. Ich muss betonen, dass der Campingplatz nicht umzäunt ist. Nein nein....ein offener Platz und jeder ist willkommen, auch die Tiere. Das bedeutet, dass es ratsam ist, nachts nicht die Toilette zu besuchen was wiederum bedeutet, dass Not erfinderisch macht....

Die Serengeti ist traumhaft, atemberaubend, spannend und es herrschen eigene Gesetze, die faszinierend und zugleich auch grausam erscheinen.„Survival of the fittest“ im eigentlichen Sinn!

Wir haben leider nur eine Standard Digitalkamera ohne großartigen Zoom. Deswegen nur eine kleine Kostprobe dessen, was wir fotografiert haben. Die nächsten Tage bekomme ich jedoch die Bilder von Asafs Boss. Er besitzt eine Kamera mit allem möglichen Schnickschnack plus gigantischem Objektiv. Er hat super Aufnahmen gemacht und einige davon werde ich die nächsten Tage uploaden.



Sonntag, 13. September 2009

Erste Fotos



Unser Haus und Mount Meru in der Abenddämmerung (fotografiert vom Feldweg aus neben dem Haus)


"
Cappuccino for lovers". Kreation von Simon, dem Herzstück des Mambo Cafés.





Schlafum

Montag, 7. September 2009

Mambo wipi?

Die Antwort lautet: "poa", "nzuri" oder "safi" (= gut). Diverse Steigerungen, wie "bomba", "kabissa" oder "mzuka" rufen in der Regel freundliches Gelächter und Zustimmungen hervor. Hier bin ich jedermanns "dada" (Schwester) oder aber "rafiki" (Freundin). Im "neighbourhood" beim Stammtaxifahrer und den Kassiererinnen vom Supermarkt bin ich die "mjumba" von Asaf.

Sind wirklich schon fünfeinhalb Wochen seit meiner Ankunft vergangen? Die Zeit rast, und hier tut sie dies schneller!
Bis jetzt bin ich immer noch dabei mich einzuleben, mich daran zu gewöhnen, dass ein komplett neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Studium vorbei, Umzug nach Tansania, zusammen mit meinem Liebsten, Jobsuche. A propos Jobsuche: da läuft es unerwartet gut, diese Woche konkretisiert sich ein Angebot (dazu mehr, wenn und sobald der Vertrag unterschrieben ist).
Die ersten zarten Freundschaftsbunde sind geknüpft und ich weiss, wo es den besten Kaffee der Stadt gibt (essentiell und lebensnotwendig!). Mir gehts gut und uns geht es fabelhaft zusammen. Wir geniessen unser uneingeschränktes Zusammensein und erfreuen uns an den einfachen Dingen des Lebens (wie schön es ist, sich ohne Pixel im Gesicht zu sehen :) )
Seit zwei Wochen sind wir zu dritt: "Schlafum" (ein kleines Mietzekätzchen/katerchen) schnurrt und tollt um uns herum und ist dabei noch zuckersüß!

Tansania, insbesondere Arusha gefällt mir gut. Verglichen mit Sierra Leone, liegen zwischen den beiden Ländern Welten. Der westliche Standard ist hier in vielen Bereichen anzutreffen (in SL hingegen gab es diesen überhaupt nicht). Ich bin froh darüber, vor allen Dingen mit dem Wissen, dass Arusha/Tansania für eine kleine Weile meine neue Heimat sein wird. Dennoch wird Sierra Leone für mich mein Herzensland bleiben, was wahrscheinlich daran liegt, dass dies mein erster Aufenthalt in Afrika war und dort durch Zufall/Schicksal/ Fügung wie auch immer mein Lebensweg in eine fantastische Bahn gelenkt wurde wofür ich unendlich dankbar bin! Aber wahrscheinlich auch, weil die Erdnüsse dort besser schmecken ;)

Wie dem auch sei, mein Foto ist kaputt und deshalb vorerst keine Fotos. Die kommen aber bald. Haus, Stadt, Menschen, Landschaft, Kulinarisches, Schlafum - all das möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Kwaheri ya kuonana, rafikis!